Abwechslungsreiche Ernährung Diabetes
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BBQ und Burger mit wenig Kohlenhydraten

Burger, BBQ und Grillpartys sind derzeit sehr angesagt. Unter normalen Umständen sind solche Ereignisse nahezu pures Gift für jeden Diabetiker. Hier treffen Kohlenhydrate, Fett und purer Zucker gnadenlos aufeinander.

Es schmeckt aber so verdammt gut!!

Das darf es auch. Auch ich bin ein absoluter Fan von Burger, BBQ und Co. Wenn wir uns das Thema BBQ etwas genauer ansehen, ist hierbei nichts großartig verwerfliches in Sachen Diabetes vorzufinden. Schlüsseln wir einmal auf was bei einem klassischen Grillabend so alles verzehrt wird.

Da haben wir:

  • Fleisch
  • Gemüse
  • Brot
  • Salate
  • Saucen

Ich behaupte mal dass 60% davon für den Diabetiker sowieso nicht relevant sind. Denn Fleisch, Gemüse und Salat enthalten (wenn richtig zubereitet) weder Kohlenhydrate noch Zucker. Wenn der Diabetiker nun die restlichen 40% clever nutzt, kann er nahezu ohne Einbußen das BBQ geniessen, ohne seiner Diabetes großartig zu schaden.

Wie soll das funktionieren?

Ganz einfach. Die 60% die den Diabetiker nicht betreffen sind folgende Zutaten:

  • Fleisch
  • Gemüse
  • Salate (sofern ohne Zucker zubereitet)

Da diese weder Kohlenhydrate noch Zucker beinhalten.

Die restlichen 40% kann der Diabetiker aktiv beeinflussen. Statt herkömmlichen Weissbrotsorten wie Baguette, Brötchen oder Bretzeln, kann der Diabetiker auf Vollkorn, Roggen oder Dinkelgebäck zurückreifen. Diese enthalten weniger Kohlenhydrate als Gebäck aus herkömmlichen Weizenmehl.

Darüber hinaus gibt es einen weiteren Vorteil für Diabetiker:

Hat der Diabetiker einmal den Zuckerentzug erfolgreich hinter sich gebracht, erkennt er schnell den Unterschied zwischen billigen und hochwertigen Grillsaucen. Während man bei billigen Grillsaucen fast eine halbe Flasche (sprich 100 bis 150 Gramm benötigt um ein entsprechendes Geschmackserlebnis während des Grillabends zu erreichen (als Nicht-Diabetiker ohne einen Zuckerentzug durchlebt zu haben). Hochwertige Grillsaucen* beinhalten inder Regel zwar genu so viel Kohlenhydrate (vor allem in Form von Zucker) wie die Billigvarianten, jedoch sind diese wesentlich geschmacksintensiver. Somit benötigt der Konsument eine geringere Menge davon, um das gleiche, oder sogar ein besseres Geschmackserlebnis zu erleben. Das schont den Geldbeutel und den Blutzucker.

Kürzlich auf einer Grillparty unserer Firma hatte ich mal so richtig zugeschlagen. Ein Putensteak mit ca. 150g, drei große Bratwürste, vier gehäufte Löffel Kartoffelsalat und eine Scheibe Brot. Dazu ca. 40g  Steaksauce (vom Grillmeister selbst gemacht). Vor dem Essen lang mein Blutzuckerwert bei 96 mg/dL . Eine Stunde nach dem Gaumenschmaus schätzte ich, dass mein Blutzucker auf über 160 mg/dL liegen würde. Ich lag weit daneben. Die Messung ergab lediglich 119 mg/dL. 

Blutzucker bester wert ever.

Natürlich sollte man als Diabetiker solche Aktionen nicht täglich machen. Denn gerade gegrilltes enthält sehr viel Fett, und das behindert den Diabetiker beim Abnehmen. Zwischendurch sollte man sich aber solche Aktionen durchaus mal gönnen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Dafür haben Sie lange ohne zu Schlemmen gekämpft.

Kohlenhydratarme Burger

Wer, wie ich gerne den Geschmack von Burger mag kann auch hier nahezu komplett ohne Kohlenhydrate und Zucker auskommen. Nach meiner Diagnose Diabetes TYP 2 war eines meiner größten Probleme auf Burger zu verzichten (wegen den vielen Kohlenhydraten in den Weizenbrötchen). Damit meine ich allerdings nicht diese möchtegern Burger von McDonalds oder Burger-King und Co. Das sind für mich keine Burger sondern eher eine Körperverletzung.

Vielmehr sehnte ich mich nach Burgern wie man Sie nur in American-Bars oder guten Steakhäusern bekommt. Doch wegen den Weizenbrötchen hab ich vorsichthalber immer die Finger davon gelassen. Bis mir eine Idee kam. Villeicht kann man statt der Weizenbrötchen etwas anders hernehmen. Ich stellte mir die Frage „wodurch kann ich die Weizenbrötchen ersetzten?“ 

Die Antwort lautet Salat

Burgersalat
Burgerpaddies auf einem Salatteller sind die ideale Alternative zu Burgern mit Weizenbrötchen.

Ja, richtig gelesen. Salat. Meistens nehme ich Eisbergsalat und schneide diesen in streifen. Ein paar Tomaten, Gurkenscheiben, Zwiebeln und ein selbstgemachtes Knoblauchdressing. Das ganze in einem Suppenteller schön angerichtet so dass der Salat mit dem Tellerand abschliesst. Obendrauf dann die frisch gegrillten Paddies aus frischem Rinderhack, etwas irischen Cheddar und einen Klecks Senf und zuckerreduzierten Ketchup* (wahlweise auch eine Hochwertige Grillsauce*). Da bei einem guten Burger der Geschmack vom Rinderhack dominiert fällt es fast nicht auf dass das Weizenbrötchen fehlt. Damit die Paddies gleichmäßig dick und rund werden, habe ich mir eine Burgerpresse* bei Amazon bestellt.

Nicht übertreiben!

Auch wenn gegrilltes und Burger vielen Menschen sehr gut schmecken sollte man es damit nicht übertreiben. Gerade für Diabetiker und Übergewichtige die noch am Anfang stehen und Gewicht reudzieren müssen sind solche Mahlzeiten nicht gerade das gelbe vom Ei, da in der Regel viel Fett im Spiel ist. Fettreduziertes Rindfleisch eignet sich allerdings nicht um Burger zuzubereiten,da es weniger Geschmack enthält und auf dem Grill auseinanderfällt. Zwischendurch kann man jedoch ruhigen Gewissens mal ein Steak oder einen Burgersalat in vollen Zügen geniesen. Dann muss eben die nächste Bewegungseinheit etwas länger und/oder intensiver ausfallen. Ausreichende Bewegung ist neben einer ausgeglichenen Ernährung der Schlüssel zum Idealgewicht und zu einem normalen Blutzuckerspiegel.

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