Eigentlich dürfen Sie als Diabetiker witerhin alles Essen was Sie möchten. Es kommt jedoch auf die Menge und auf Ausgewogenheit an. Die Wissenschaft empfielt jeden Tag „den Regenbogen“ zu essen. Gemeint ist damit dass man täglich jede Farbe des Regenbogens in Form von Lebensmitteln zu sich nehmen sollte.

Hier ein paar Beispiele:

  • Blau: Weintrauben, Heidelbeeren, Blaubeeren
  • Rot: Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen
  • Gelb: Zitronen, Bananen, Sternfrucht
  • Orange: Orangen, Mandarinen, Grapefruit, Karotten
  • Grün: Salate, Grünkohl, Gurken, Wassermelonen
  • Violett: Auberginen, Pflaumen
  • Braun: Kartoffeln, Pilze, Ingwer
  • Weiss: Zwiebeln, Knoblauch, Weiskohl

Darüber hinaus gibt es natürlich noch unzählige Lebensmittel mehr. Manche beinhalten sogar mehrere Farben gleichzeitig. Wie zum Beispiel der Apfel. Es gibt sowohl grüne als auch rote Äpfel. Manche Äpfel sind auch zum teil grün und rot gleichzeitig und decken somit gleich zwei der im Regenbogen enthaltenen Farben ab.

Sie sehen also, es ist gar nicht so schwer sich an die Empfehlung „Iss den Regenbogen“ zu halten. Diabetiker solten allerdings darauf achten, Früchte mit wenig eigenem Fruchtzuckergehalt zu sich zu nehmen. Hierbei spielen gerade Beeren eine ganz große Rolle. Doch auch Äpfel (vor allem die säuerliche Variante (grün)), Sauerkirschen und die Grapefruit kommen hierfür in Frage. Früchte mit hohem Fruchtzuckergehalt wie die Banane oder die Mango können zwar vom Diabetiker ebenso verzehrt werden wie die Annanas und die Maracuja, jedoch in kleineren Mengen. Idealerweise stellt man sich einen Fruchtsalat aus 2/3 Beeren und 1/3 Tropischen Früchten zusammen.

Wer als Diabetiker den Frühstückstisch satt verlassen möchte, steigt von „Brot aus Weizenmehl“ auf Vollkornbrot oder Dinkel und Roggen um. Diese Brotsorten enthalten ca. 30% weniger Kohlenhydrate als solche aus Weizenmehl. Warum ist das wichtig? Kohlenhydrate werden während des Verdauungsvorgangs vom Körper in Zucker umgewandelt. Somit müssen Kohlenhydrate im indirekten Sinne als Zucker mit in die Mahlzeit eingerechnet werden. Wer jetzt denkt, dass die genannten Brotsorten mehr kosten als herkömmliches Brot, der irrt. Roggen-, Dinkel, oder Vollkornbrot sind inzwischen so sehr in unserer Gesellschaft angekommen dass kein Preisunterschied mehr erkennbar ist. Bei Aldi bekommt man sogar ein Vitalbrot aus Vollkorn mit Chiasamen schon für 99 Cent/500 Gramm. Mit nur 40 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm ist dieses Brot derzeit mein Favorit.

Doch viel wichtiger ist es für Diabetiker die versteckten Zucker-Varianten in Lebensmitteln zu identifizieren. Wer in den Zutatenlisten Glukose, Saccharose, Maltose, Isomaltose, Isoglukose oder Fructose liest, der sollte unter den Nährwertangaben beachten wie viel Zuckergehalt in den Kohlenhydraten versteckt ist. Denn der Zuckergehalt wird gesondert angegeben.


In diesem Fall enthalten 100 Gramm Brot 71 Gramm Kohlenhydrate. Davon sind 4,9 Gramm reiner Zucker. Dieser wird als einfaches Kohlenhydrat eingestuft. Einfache Kohlenhydrate werden vom Körper schnell aufgenommen und lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen. Der Rest stellt die komplexen Kohlenhydrate dar, welche vom Körper nur langsam verstoffwechselt werden und somit den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen.
Bei diesem Brot sieht es für Diabetiker schon um einiges besser aus. Es enthält nicht nur mehr als 30 Gramm weniger Kohlenhydrate, sondern davon auch nur 2,1 Gramm reinen Zucker. Für den Diabetiker bedeutet das, dass der Blutzuckerspiegel bei der gleichen Menge Brot um rund 30% weniger ansteigt als bei dem vorher erwähnten Brot.