#Lautsprecher
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#Sageslaut

Warum ich ein #Lautsprecher geworden bin.

In Deutschland gibt es derzeit ca. 8 Millionen Diabetiker. Rund 6 Prozent davon leiden an Diabetes TYP1, der es den Betroffenen unmöglich macht ohne Insulin zu spritzen überleben zu können. Der Rest davon leidet an Diabetes TYP2 oder anderen Typen welche allerdings nicht sehr häufig vorkommen. Darüber hinaus wissen viele Menschen auch noch gar nichts von Ihrer Diabetes-Erkrankung. Die Dunkelziffer dürfte somit wesentlich höher liegen.

Dass man als TYP2-Diabetiker auch ohne Medikamente und Insulin auskommen kann habe ich euch ja bereits gezeigt. Nun geht es mir darum, diese Erkenntniss anderen Betroffenen mitzuteilen. Und zwar so vielen wie möglich. Darüber hinaus wünsche ich mir von unserer Regierung dass die Lebensmittelindustrie dazu verpflichtet wird versteckte Zuckerfallen offen zu legen und den Einsatz von Zucker in Fertigprodukten und Getränken stark zu reduzieren. Dazu kommen wir aber später noch. Der Ursprüngliche Grund warum ich ein #Lautsprecher geworden bin war damals noch ein ganz anderer.

Kurz nach meiner Diagnose im Dezember 2017 suchte ich im Netz nach Erfahrungsberichten anderer 2er-Typen. Die Ausbeute war allerdings mehr als dürftig. Viele Blogs da draußen stammen von Typ1-Diabetikern. Erst konnte ich es nicht glauben, schließlich ist Typ2-Diabetes doch viel weiter verbreitet und keine erst kürzlich entdeckte Krankheit. Doch irgendwann musste ich akzeptieren dass scheinbar kaum ein TYP2-Diabetiker offen über seine Krankheit spricht.

Dies war der Moment in dem mir klar wurde dass ich etwas tun muss um anderen Betroffenen Tipps und Hilfestellung zu geben mit der neuen Situation zurecht zu kommen. Warum nicht offen über eine Krankheit sprechen an der fast 10% der Bevölkerung erkrankt sind? Warum nicht andere davor warnen, selbst an Diabetes zu erkranken?  TYP2-Diabetes entsteht nicht immer durch eigenes Verschulden weil man sich zu lange zu falsch ernährt hat. Oft wird die Krankheit auch genetisch vererbt. In der Gesellschaft sind diese Fakten allerdings noch nicht richtig angekommen. Da sind dumme Sprüche schon Vorprogrammiert.

Nicht jeder Übergewichtige bekommt Diabetes – Nicht jeder Diabetiker ist Übergewichtig

Als #Lautsprecher möchte ich den betroffenen und denen die es treffen könnte, helfen und aufzeigen was man dagegen tun kann um Diabetes Typ2 abzumildern oder von vorneherein zu verhindern. Aus diesem Grund habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Und wenn ich nur einer einzigen Person da draußen helfen konnte, hat es sich für mich bereits gelohnt.

Scheinbar hat man mich gehört.

Neben einigen Interviews für Fachmagazine wie dem Diabetes Ratgeber, die Neue Apotheken Illustrierte und der Apotheken Umschau wurde ich sogar von Zuckerjunkies.com zu einem fast einstündigen Podcast eingeladen (Folge 206).

Aktuell engagiere ich mich für die #SAGESLAUT Kampagne von diabetes-stimme.de indem ich auch hierfür als #Lautsprecher fungiere. Ich hoffe dadurch noch viele Menschen mit Diabetes TYP2 zu ermuntern offen mit Ihrer Stoffwechselentgleisung umzugehen.  >Hier geht´s zu meinem Beitrag<

Um was geht es bei der #SAGESLAUT Kampagne? Diese Kampagne soll die Regierung auf uns aufmerksam machen und angeregen Gesetzesänderungen zu bewirken, die uns helfen, besser in die Gesellschaft integriert zu werden.

Dazu zählen Forderungen wie

  • die 100%ige Übernahme der Kosten für eine individuelle Ernährungsberatung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
  • eine Nährwertkennzeichnungspflicht für Speisekarten
  • bessere Aufklärung zur Entstehung von Diabetes und den möglichen Folgeerkrankungen durch die Medien und idealerweise schon im Schulunterricht
  • eine Verpflichtung der Nahrungsmittelindustrie den Zuckergehalt in Fertigprodukten und Getränken drastisch zu reduzieren und die Nährwertangaben auf der Vorderseite der Verpackung anzugeben.

Wenn du auch ein #Lautsprecher werden möchtest, kannst du unter https://www.diabetes-stimme.de/lautsprecher-gesucht Kontakt aufnehmen.

Missstände gibt es viele da draussen. Um sie abstellen zu können müssen jedoch genügend Betroffene offen darauf aufmerksam machen. Nur gemeinsam sind wir stark. #wiersindviele